
Der IRONMAN Calella-Barcelona ist die schnellste Langdistanz Spaniens und findet nicht in Barcelona statt, sondern in Calella an der Costa del Maresme. Schwimmstart, beide Wechselzonen und der Zielbogen liegen alle an der Platja Gran, dazwischen liegen 180 flache Kilometer auf der Küstenstraße und ein Marathon auf der Strandpromenade. Vorbereitet wird hier kein Bergrennen, sondern ein Tag ohne Erholungsfenster.
Für die nächste Austragung steht noch kein Termin fest. Strecke, Höhenmeter und Streckenprofil stammen aus der letzten Austragung.
Der Tag beginnt um acht Uhr morgens mit einem Rollstart am Stadtstrand: Die Starter reihen sich nach erwarteter Schwimmzeit ein und gehen in kleinen Gruppen ins Mittelmeer. Die 3,8 Kilometer sind eine einzige Schleife im offenen Wasser vor Calella, klar und Anfang Oktober meist um die 22 Grad warm. Das Schwimmen dieses Rennens hat 2016 den Athlete's Choice Award als bestes Schwimmen der Serie gewonnen, und es ist bis heute der Grund, warum viele hier ihre erste Langdistanz angehen.
Aus dem Wasser geht es direkt hinter den Strand in die Wechselzone und auf die Küstenstraße Richtung Südwesten, zweimal bis in die Nähe von Montgat und zurück. Seit 2024 verlässt der Kurs dabei erstmals den reinen Küstenkorridor und macht einen kurzen Abstecher ins Hinterland über Cabrera de Mar und Teia. Der Marathon danach besteht aus drei Wendepunktrunden auf der Promenade zwischen Calella, Pineda de Mar und Santa Susanna.
Weil alle drei Disziplinen an derselben Strandzeile stattfinden, ist dies eines der wenigen Rennen dieser Länge, bei dem Begleitung dich fast den ganzen Tag sehen kann. Der Zielbogen steht im Ortskern hinter der Platja Gran, die Zielgerade ist lang und dicht besetzt, und die letzten Finisher kommen im Dunkeln unter Flutlicht an. Für die Weltmeisterschaft 2027 auf Hawaii sind 55 Startplätze zu vergeben.
+769 m
+121 m
| Start | Länge | Ø | Max. | Gewinn | Kat. |
|---|---|---|---|---|---|
| km 71,3 | 0,4 km | 3,2 % | 3,9 % | +14 m | — |
| km 74,1 | 0,3 km | 3,9 % | 6,8 % | +12 m | — |
| km 142,7 | 0,4 km | 3,2 % | 3,8 % | +13 m | — |
| km 173,4 | 0,5 km | 3,2 % | 4,3 % | +14 m | — |
Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.
| Start | Länge | Ø | Max. | Gewinn | Kat. |
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Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.
Der Rollstart nimmt dir die Massenschlacht ab, aber auch den sicheren Windschatten. Du schwimmst von der ersten Minute an in kleinen Gruppen, und die tief stehende Morgensonne über dem Wasser macht das Orientieren schwerer als die Wellen. Schwimme bewusst ruhig: Auf einem Kurs, dessen Radsplit so schnell ist, gewinnst du im Wasser nichts, was du auf der Promenade nicht wieder verlierst.
Entschieden wird der Tag im Uebergang vom Rad zum Laufen. Die Radstrecke ist so flach und so gut asphaltiert, dass die Wattzahl nie von selbst fällt, und genau deshalb gehen hier mehr Rennen kaputt als auf jedem Bergkurs: Du merkst die zu hohe Belastung erst, wenn du nach T2 auf die Promenade abbiegst. Plane den Radsplit nach Leistung und nicht nach Tempo, und behandle jede Geschwindigkeit, die dir der Rückenwind schenkt, als Geschenk und nicht als Maßstab.
Die zweite Falle ist der Zeitpunkt des Marathons. Bei einem Start um acht Uhr läufst du die erste Runde in den wärmsten Stunden des Nachmittags, ohne Schatten und mit dem Meer als Wärmespeicher neben dir. Die ersten sieben Kilometer bis zur ersten Wende fühlen sich deshalb leichter an, als sie sind. Wer dort nach Gefühl läuft, geht die dritte Runde im Gehen an.

Rechne als Altersklassenathlet mit einem Renntag von etwa neun bis vierzehn Stunden. Der Belastungscharakter ist eine durchgehende aerobe Dauerbelastung fast ohne Unterbrechung: 72 Prozent der Radstrecke sind flach, die Laufstrecke hat auf 42 Kilometern rund 120 Höhenmeter, und weder Anstieg noch Abfahrt noch Geländewechsel brechen den Rhythmus für dich. Das klingt einfacher, als es ist, denn ohne Entlastung summiert sich die Arbeit über Stunden unbemerkt auf.
Rennentscheidend sind die letzten anderthalb Radstunden und die zweite Marathonhälfte. Trainiere deshalb konsequent Koppeleinheiten: lange Ausfahrten in Wettkampfposition, an deren Ende noch 45 bis 75 Minuten Laufen im Zielrenntempo stehen. Zwei mittlere Ausfahrten, an die du das Laufen wirklich anhängst, bringen mehr als eine sehr lange, an die du es nicht anhängst.
Die Wechsel sind hier ein eigener Trainingsinhalt, kein Nebenschauplatz. Beide Zonen liegen hinter dem Strand, du kommst nass und sandig aus dem Mittelmeer in T1 und nach fünf Stunden Aeroposition in T2, und ein geübter Ablauf spart dir mehr Zeit als jede Sekundenjagd auf dem Rad. Uebe das Schwimmen außerdem so, wie der Rollstart es verlangt: Freiwasser ohne Gruppe, häufiges Orientieren gegen tief stehende Sonne und ein Ausstieg über Sand.
Die Bedingungen gehören ausdrücklich in den Plan. Anfang Oktober ist das Wasser noch etwa 22 Grad warm, die Küstenstraße liegt offen im Wind, und der Marathon beginnt in der Nachmittagshitze und endet nach Sonnenuntergang. Trainiere deshalb Hitzeverträglichkeit, teste deine Trink- und Salzstrategie über die volle Renndauer, fahre bewusst bei Seitenwind, und laufe oft genug im Dunkeln, damit dein Tempogefühl ohne Sichtmarken erhalten bleibt.

Lade die Abschnitte von IRONMAN Calella-Barcelona einzeln als GPX-Datei für Uhr oder Radcomputer herunter.
Ben verbindet Ziel, Strecke, aktuelle Belastung, Recovery und Kalender. So bleibt dein Plan auf das Rennen ausgerichtet, auch wenn dein Alltag nicht perfekt planbar ist.
IRONMAN Calella-Barcelona ist 226,2 km lang. Diese Distanz bestimmt, wie viel Grundlagenausdauer, Tempohärte und Rennspezifik in den Trainingsplan gehören.
IRONMAN Calella-Barcelona hat rund 890 Höhenmeter auf 226,2 km. Das beeinflusst Pacing, Muskulatur und die Vorbereitung auf späte Rennabschnitte.
Die Radstrecke von IRONMAN Calella-Barcelona ist als Flach eingestuft, im Schnitt 4,3 Höhenmeter pro Kilometer. 72 % der Strecke sind flach, 14 % steigen moderat an (2 bis 6 %) und 0 % sind steiler als 6 %.
Der schwerste Anstieg auf der Radstrecke von IRONMAN Calella-Barcelona beginnt bei Kilometer 71,3, ist 0,4 km lang, steigt im Schnitt 3,2 % an und bringt 14 Höhenmeter. Insgesamt sind 4 Anstiege erfasst.
Ja. Die einzelnen Streckenabschnitte von IRONMAN Calella-Barcelona stehen auf dieser Seite je als eigene GPX-Datei zum kostenlosen Download bereit — importierbar in Garmin, Wahoo, Komoot, Strava und jede andere App, die GPX liest.
Für IRONMAN Calella-Barcelona sollte die Vorbereitung 226,2 km, 890 Höhenmeter, aktuelle Belastung und verfügbare Trainingszeit berücksichtigen. Ein adaptiver Plan hilft, Schlüsselreize zu setzen, ohne Erholung und Alltag zu ignorieren.
Die Pacing-Strategie für IRONMAN Calella-Barcelona sollte 226,2 km, 890 Höhenmeter und dein aktuelles Leistungsniveau einbeziehen. Starte kontrolliert und plane Reserven für Abschnitte ein, in denen das Profil oder die Müdigkeit die Zielpace erschwert.
Ein Termin für die nächste Austragung steht noch nicht fest. Zuletzt gestartet wurde am 4. Oktober 2026.
IRONMAN Calella-Barcelona findet in Calella, Spain statt.
Die Anmeldung läuft über den Veranstalter: calellabarcelona.com. YOUB zeigt dir Strecke, Höhenprofil und Trainingsplan für die Vorbereitung.