
Die Dolomitenrundfahrt ist Österreichs ältester Radmarathon und umrundet die Lienzer Dolomiten in einer einzigen großen Schleife. Ihre Schwierigkeit liegt nicht in einer Rampe, sondern in einem 44 Kilometer langen Anstieg durchs Lesachtal, der so flach beginnt, dass man ihn zu spät als Anstieg erkennt. Bekannt auch als Dolomitenradrundfahrt, SuperGiroDolomiti und Dolomitenradrundfahrt Lienz.
Start und Ziel liegen am Lienzer Hauptplatz. Die ersten achtzehn Kilometer rollen leicht fallend das Drautal hinaus nach Osten und kosten fast nichts, ehe bei Kilometer 18,3 der Gailbergsattel den Tag eröffnet: 5,6 Kilometer mit 5,9 Prozent im Schnitt, mit Rampen bis sechzehn Prozent, Scheitel auf 982 Metern.
Nach der Abfahrt nach Kötschach-Mauthen dreht die Runde nach Westen, und hier entscheidet sich der Charakter des Rennens. Von Kilometer 32 bis Kilometer 76 zieht die Straße durchs Lesachtal an Maria Luggau und Obertilliach vorbei zum Kartitscher Sattel auf 1.514 Metern: rund 800 Höhenmeter, verteilt auf 44 Kilometer, in kurzen Stufen von einem bis knapp drei Kilometern, zwischen denen es immer wieder falsch flach wird. Kein einziger dieser Abschnitte ist für sich genommen schwer. Zusammen sind sie die Runde.
Vom Sattel fällt die Strecke ins Pustertal, und die letzten dreißig Kilometer laufen leicht bergab an der Drau zurück nach Lienz. Fast die Hälfte der Runde ist flach, und die Kulisse wechselt dabei komplett: enges Bergtal auf der Westseite, breites Talbecken auf dem Rückweg. Die Dörfer im Lesachtal spielen dem Feld auf, das ist seit Jahrzehnten Teil des Tages.
| Start | Länge | Ø | Max. | Gewinn | Kat. |
|---|---|---|---|---|---|
| km 18,3 | 5,6 km | 5,9 % | 16,8 % | +334 m | Kat. 2 |
| km 34,4 | 1,2 km | 6,4 % | 22,4 % | +77 m | — |
| km 37,6 | 1,8 km | 7,9 % | 17,1 % | +139 m | Kat. 4 |
| km 45 | 0,8 km | 7,3 % | 14,4 % | +60 m | — |
| km 51,9 | 1,4 km | 6,7 % | 24 % | +94 m | Kat. 4 |
| km 56,8 | 1,3 km | 4,8 % | 13,1 % | +62 m | — |
| km 60,5 | 1,2 km | 5,1 % | 10,3 % | +60 m | — |
| km 65,1 | 2,9 km | 5,5 % | 13,6 % | +157 m | Kat. 4 |
Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.
Die Runde belohnt Geduld auf einer Strecke, die keinen offensichtlichen Ort zum Leiden hat. Der Gailbergsattel nach achtzehn schnellen Kilometern ist die erste Falle: Er ist kurz genug, um ihn im Renntempo zu fahren, und du zahlst es 50 Kilometer später zurück. Fahre ihn im oberen Grundlagenbereich und lass die Gruppe ziehen, wenn sie ziehen will.
Entschieden wird der Tag im Lesachtal. 44 Kilometer bergauf bei durchschnittlich unter zwei Prozent bedeuten: Du fährst schnell genug, dass Windschatten zählt, und gleichzeitig lange genug bergauf, dass eine zu hohe Wattzahl sich unbemerkt aufsummiert. Wer hier in einer zu starken Gruppe hängen bleibt, kommt am Kartitscher Sattel leer an. Halte deine eigene Zahl, auch wenn dich das kurzzeitig Positionen kostet.
Die Abfahrt ins Pustertal und die letzten dreißig leicht fallenden Kilometer sind der einzige Abschnitt, an dem Gruppenfahren wirklich Zeit bringt. Bis dorthin genug Reserve zu haben, ist die ganze Aufgabe. Mitte Juni kann es im Talboden bereits deutlich warm sein, während der Kartitscher Sattel auf 1.500 Metern noch kühl und windig ist: Trinkmenge nach dem Tal planen, Windweste für die Abfahrt mitnehmen.

Rechne je nach Leistungsniveau mit vier bis sechs Stunden Fahrzeit. Der Belastungscharakter ist ausgesprochen gleichmäßig: Fast die Hälfte der Strecke ist flach, nur sieben Prozent liegen im steilen Aufwärtsbereich. Das ist kein Rennen mit anaeroben Spitzen, sondern eine lange, dicht gefahrene Tempobelastung mit einer einzigen echten Steigung darin.
Der Trainingsschwerpunkt liegt entsprechend auf der Fähigkeit, über Stunden knapp unterhalb der Schwelle sauber zu treten. Lange Ausfahrten von drei bis fünf Stunden mit eingebauten Tempoblöcken von 30 bis 60 Minuten treffen die Anforderung besser als kurze, harte Intervalle. Baue mindestens zwei Einheiten ein, in denen ein längerer flacher Anstieg oder ein Gegenwindabschnitt am Ende einer langen Ausfahrt liegt, denn genau so kommt das Lesachtal.
Der Gailbergsattel verlangt zusätzlich einen Anstieg von rund zwanzig Minuten mit kurzen Rampen darin, gefahren aus einer schnellen Talpassage heraus. Simuliere den Übergang, nicht nur den Anstieg: 45 Minuten flott im Flachen, dann direkt hinauf, ohne Pause dazwischen.
Zu den Bedingungen: Mitte Juni bedeutet im Drautal Sommer, am Kartitscher Sattel auf 1.500 Metern noch nicht. Gewöhne dich an Ausfahrten mit großem Temperaturbereich, fahre die Abfahrten deiner Region auch bei kühlem Wetter, und übe das Trinken im Fahren auf leicht ansteigendem Terrain, weil du im Lesachtal kaum eine Stelle findest, an der es sich anbietet.

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Dolomitenrundfahrt ist 112 km lang. Diese Distanz bestimmt, wie viel Grundlagenausdauer, Tempohärte und Rennspezifik in den Trainingsplan gehören.
Dolomitenrundfahrt hat rund 1.765 Höhenmeter auf 112 km. Das beeinflusst Pacing, Muskulatur und die Vorbereitung auf späte Rennabschnitte.
Dolomitenrundfahrt ist als Hochalpin (Mountainous) eingestuft, im Schnitt 16,1 Höhenmeter pro Kilometer. 45 % der Strecke sind flach, 19 % steigen moderat an (2 bis 6 %) und 7 % sind steiler als 6 %.
Der schwerste Anstieg von Dolomitenrundfahrt beginnt bei Kilometer 18,3, ist 5,6 km lang, steigt im Schnitt 5,9 % an und bringt 334 Höhenmeter. Bewertung nach Radsport-Konvention: Kat. 2. Insgesamt sind 8 Anstiege erfasst.
Ja, Dolomitenrundfahrt ist als Rundkurs angelegt: Start und Ziel liegen am selben Ort.
Ja. Die Strecke von Dolomitenrundfahrt steht auf dieser Seite als GPX-Datei zum kostenlosen Download bereit — importierbar in Garmin, Wahoo, Komoot, Strava und jede andere App, die GPX liest.
Für Dolomitenrundfahrt sollte die Vorbereitung 112 km, 1.765 Höhenmeter, aktuelle Belastung und verfügbare Trainingszeit berücksichtigen. Ein adaptiver Plan hilft, Schlüsselreize zu setzen, ohne Erholung und Alltag zu ignorieren.
Die Pacing-Strategie für Dolomitenrundfahrt sollte 112 km, 1.765 Höhenmeter und dein aktuelles Leistungsniveau einbeziehen. Starte kontrolliert und plane Reserven für Abschnitte ein, in denen das Profil oder die Müdigkeit die Zielpace erschwert.
Dolomitenrundfahrt findet am 13. Juni 2027 statt.
Dolomitenrundfahrt findet in Lienz, Austria statt.
Bei Dolomitenrundfahrt stehen 2 Distanzen zur Wahl — Dolomitenrundfahrt: 112 km; SuperGiroDolomiti: 218 km.
Die Anmeldung läuft über den Veranstalter: dolomitensport.at. YOUB zeigt dir Strecke, Höhenprofil und Trainingsplan für die Vorbereitung.