
Das Kirschblütenrennen Wels führt die Elite der Männer über 169,6 Kilometer: vier große Runden mit dem Mistelbacherberg als Scharfrichter, dann zwei flache kleine Runden zum Finale. Rund 2.200 Höhenmeter, verteilt auf immer dieselben Anstiege, ein taktisches Rennen, dessen letzte Bergwertung 47 Kilometer vor dem Ziel fällt.
Für die nächste Austragung steht noch kein Termin fest. Strecke, Höhenmeter und Streckenprofil stammen aus der letzten Austragung.
Das Internationale Kirschblütenrennen in Wels wird seit 1961 ausgetragen und zählt zu den ältesten Straßenrennen Österreichs; die Siegerliste liest sich wie ein Auszug aus der heimischen Radsportgeschichte. Die Elite der Männer bestreitet 169,6 Kilometer als österreichische Meisterschaft, mit Start und Ziel beim Interspar Wels-Nord und einem Feld von mehreren hundert Startern über alle Kategorien.
Gefahren wird in zwei Schleifen durch das oberösterreichische Hügelland: zuerst viermal die große Runde von gut 34 Kilometern, danach zweimal die kleine Runde von gut 15 Kilometern. Die große Runde trägt die Härte des Rennens. Ihr Herzstück ist der Mistelbacherberg bei Kilometer 19 jeder Runde: gut 1,5 Kilometer mit 6,6 Prozent im Schnitt und Spitzen um zwölf Prozent, rund 100 Höhenmeter pro Überfahrt. Schon ab Kilometer 12 führt eine längere Welle mit rund vier Prozent auf ihn zu, und auch abseits dieser beiden Anstiege kommt die Runde selten zur Ruhe: Nur ein Drittel der Gesamtstrecke verläuft flach.
Der Mistelbacherberg fällt bei Kilometer 19, 53, 88 und 123. Danach wechselt das Rennen auf die flachen kleinen Runden: Die letzten 47 Kilometer bringen kaum noch nennenswerte Steigungen, dafür hohes Tempo und Positionskampf. In Summe stehen rund 2.200 Höhenmeter im Profil, gesammelt fast ausschließlich auf den ersten vier Runden.
| Start | Länge | Ø | Max. | Gewinn | Kat. |
|---|---|---|---|---|---|
| km 12 | 1,3 km | 4,5 % | 11,6 % | +57 m | — |
| km 18,9 | 1,6 km | 6,6 % | 11,8 % | +103 m | Kat. 4 |
| km 46,4 | 1,6 km | 3,9 % | 11,5 % | +62 m | — |
| km 53,5 | 1,6 km | 6,6 % | 11,8 % | +103 m | Kat. 4 |
| km 81 | 1,6 km | 3,9 % | 11,6 % | +62 m | — |
| km 88,1 | 1,6 km | 6,6 % | 11,7 % | +103 m | Kat. 4 |
| km 115,6 | 1,6 km | 3,9 % | 11,6 % | +62 m | — |
| km 122,7 | 1,6 km | 6,6 % | 11,7 % | +103 m | Kat. 4 |
Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.
Dieses Rennen hat zwei Gesichter, und die Taktik muss beide kennen. Auf den vier großen Runden entscheidet der Mistelbacherberg: Vier Überfahrten mit je 100 Höhenmetern und Spitzen um zwölf Prozent dünnen das Feld aus, und die vierte bei Kilometer 123 ist die Selektion: Wer dort den Anschluss verliert, findet ihn auf den flachen Schlussrunden gegen organisierte Gruppen kaum wieder.
Zugleich gilt: Nach der letzten Bergwertung bleiben 47 flache Kilometer. Wer am Berg alles investiert und allein vorne liegt, wird auf den kleinen Runden gestellt; wer in einer arbeitswilligen Gruppe über die letzte Überfahrt kommt, hat die beste Ausgangslage. Halte deshalb an den ersten drei Passagen bewusst Reserven: Sie sind zum Ausdünnen da, nicht zum Gewinnen.
Die Hauptfalle ist der Rhythmuswechsel: Vom Klettertakt der großen Runden auf das hohe, gleichmäßige Tempo der kleinen Runden umzuschalten, kostet genau die Körner, die ein zu harter Berg-Anfang verbraucht hat. Iss und trink auf den ruhigeren Abschnitten der großen Runden: Im Finale ist dafür keine Hand mehr frei.

Für 169,6 Kilometer mit rund 2.200 Höhenmetern solltest du (je nach Feld und Rennverlauf) mit gut vier bis fünf Stunden rechnen. Der Belastungscharakter ist zweigeteilt: vier Stunden welliges Straßenrennen mit vier harten Kletterspitzen am Mistelbacherberg, gefolgt von einem flachen, schnellen Finale, das eher einem Kriterium ähnelt.
Rennentscheidend ist die vierte Überfahrt des Mistelbacherbergs nach gut 120 Kilometern. Das verlangt Klettern auf vorermüdeten Beinen: lange Ausfahrten, deren Schlussteil wiederholte Anstiege von drei bis fünf Minuten im Renntempo enthält, sind der Kern der Vorbereitung. Die Rampen um zwölf Prozent verlangen zusätzlich Kraftausdauer: Antritte mit niedriger Trittfrequenz gehören ins Programm.
Der zweite Baustein wird oft unterschätzt: Tempohärte für die 47 flachen Schlusskilometer. Nach jedem Kletterblock im Training sollte ein längerer Abschnitt im hohen, gleichmäßigen Tempo folgen (in der Gruppe oder in Aeroposition), denn genau dieser Wechsel entscheidet in Wels über die Platzierung. Fahrtechnik im Feld, Positionskampf und Windschattenfahren sind auf den kleinen Runden bares Kapital.
Dazu kommt die Verpflegung: Vier bis fünf Stunden Renndauer verlangen geplantes Essen von der ersten Runde an, geübt in Fahrt auf den ruhigen Abschnitten. Wer erst auf den kleinen Runden ans Essen denkt, hat es zu spät gedacht.

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Ben verbindet Ziel, Strecke, aktuelle Belastung, Recovery und Kalender. So bleibt dein Plan auf das Rennen ausgerichtet, auch wenn dein Alltag nicht perfekt planbar ist.
Kirschblütenrennen Wels ist 169,6 km lang. Diese Distanz bestimmt, wie viel Grundlagenausdauer, Tempohärte und Rennspezifik in den Trainingsplan gehören.
Kirschblütenrennen Wels hat rund 2.172 Höhenmeter auf 169,6 km. Das beeinflusst Pacing, Muskulatur und die Vorbereitung auf späte Rennabschnitte.
Kirschblütenrennen Wels ist als Hügelig (Rolling) eingestuft, im Schnitt 12,8 Höhenmeter pro Kilometer. 33 % der Strecke sind flach, 32 % steigen moderat an (2 bis 6 %) und 3 % sind steiler als 6 %.
Der schwerste Anstieg von Kirschblütenrennen Wels beginnt bei Kilometer 18,9, ist 1,6 km lang, steigt im Schnitt 6,6 % an und bringt 103 Höhenmeter. Bewertung nach Radsport-Konvention: Kat. 4. Insgesamt sind 8 Anstiege erfasst.
Ja, Kirschblütenrennen Wels ist als Rundkurs angelegt: Start und Ziel liegen am selben Ort.
Ja. Die Strecke von Kirschblütenrennen Wels steht auf dieser Seite als GPX-Datei zum kostenlosen Download bereit — importierbar in Garmin, Wahoo, Komoot, Strava und jede andere App, die GPX liest.
Für Kirschblütenrennen Wels sollte die Vorbereitung 169,6 km, 2.172 Höhenmeter, aktuelle Belastung und verfügbare Trainingszeit berücksichtigen. Ein adaptiver Plan hilft, Schlüsselreize zu setzen, ohne Erholung und Alltag zu ignorieren.
Die Pacing-Strategie für Kirschblütenrennen Wels sollte 169,6 km, 2.172 Höhenmeter und dein aktuelles Leistungsniveau einbeziehen. Starte kontrolliert und plane Reserven für Abschnitte ein, in denen das Profil oder die Müdigkeit die Zielpace erschwert.
Ein Termin für die nächste Austragung steht noch nicht fest. Zuletzt gestartet wurde am 26. April 2026.
Int. Raiffeisen Kirschblütenrennen Wels findet in Wels, Austria statt.
Bei Kirschblütenrennen Wels stehen 4 Distanzen zur Wahl — Elite Men: 169,6 km; Elite Women / U17: 69,4 km; Amateurs / Juniors: 104,1 km; Jedermann 3-Mountain Challenge: 10,9 km.
Die Anmeldung läuft über den Veranstalter: kirschbluetenrennen.at. YOUB zeigt dir Strecke, Höhenprofil und Trainingsplan für die Vorbereitung.