
Der UltraTrail ist die einzige Distanz des SachsenTrail, die den Rabenberg wirklich verlässt: knapp 74 Kilometer und rund 2.100 Höhenmeter, mit dem Anstieg auf den Fichtelberg, mit 1.215 Metern der höchste Berg Sachsens, als Herzstück. Vorbereitung heißt hier vor allem, einen langen Sommertag auf schmalen Pfaden durchzustehen, nicht ein schnelles Rennen zu laufen.
Die Runde startet um sieben Uhr morgens am Sportpark Rabenberg auf rund 900 Metern und beginnt untypisch harmlos: Die ersten fünfzehn Kilometer laufen über das Trailnetz des Rabenbergs, mit ständigem Auf und Ab, aber ohne einen Anstieg, der im Profil auftaucht. Erst ab Kilometer 16 kommen zwei kurze Rampen, bevor die Strecke bei Kilometer 30 ernst wird: 2,6 Kilometer mit gut sechs Prozent, direkt danach 730 Meter mit knapp zwölf Prozent und Spitzen über 21 Prozent, und ab Kilometer 36 der lange Anstieg zum Fichtelberg, 3,7 Kilometer mit neun Prozent im Schnitt und 335 Höhenmetern am Stück.
Danach ist das Rennen nicht vorbei, sondern beginnt erst. Bei Kilometer 53 folgt der zweite große Anstieg, 3,3 Kilometer mit 8,4 Prozent und Rampen bis 22 Prozent, bei Kilometer 65 noch einmal knapp zwei Kilometer mit acht Prozent, und die letzten Kilometer führen ab Kilometer 71 über einen 2,4 Kilometer langen Schlussanstieg mit 152 Höhenmetern zurück zum Sportpark. Die Runde schließt sich dort, wo sie begonnen hat.
Das Gelände ist die eigentliche Besonderheit. Der Singletrail-Park auf dem Rabenberg ist für Mountainbiker gebaut und wird einmal im Jahr von Läufern übernommen, die Wege sind entsprechend schmal, kurvig und über weite Strecken von Wald umgeben. Nur der Abschnitt über den Fichtelberg liegt offen und in der Sonne. Markiert wird mit Mehlpfeilen am Boden und Bändern an den Bäumen, und der Veranstalter empfiehlt ausdrücklich, den GPS-Track mitzuführen. Im Profil zeigt sich, warum die Strecke nie zur Ruhe kommt: Nur elf Prozent sind flach, knapp 32 Prozent gehen bergauf und ebenso viele bergab.
| Start | Länge | Ø | Max. | Gewinn | Kat. |
|---|---|---|---|---|---|
| km 15,9 | 1,1 km | 5,8 % | 15 % | +63 m | — |
| km 18,8 | 1,3 km | 5,2 % | 7 % | +70 m | — |
| km 29,9 | 2,6 km | 6,3 % | 12,8 % | +164 m | Kat. 3 |
| km 32,9 | 0,7 km | 11,8 % | 21,6 % | +86 m | Kat. 4 |
| km 36,4 | 3,7 km | 9,1 % | 16,3 % | +335 m | Kat. 2 |
| km 53,4 | 3,3 km | 8,4 % | 22,2 % | +272 m | Kat. 3 |
| km 65 | 2 km | 8,2 % | 19,7 % | +160 m | Kat. 4 |
| km 71,4 | 2,4 km | 6,3 % | 12 % | +152 m | Kat. 4 |
Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.
Die ersten fünfzehn Kilometer sind die gefährlichsten des Tages. Sie laufen sich schnell, die Beine sind frisch, und im Feld herrscht früh am Morgen noch Renntempo. Wer hier nach Gefühl läuft, kommt zwanzig Minuten zu früh an den Fuß des Fichtelbergs und bezahlt das ab Kilometer 53 doppelt. Sinnvoll ist ein Tempo, das sich auf der ersten Runde deutlich zu langsam anfühlt.
Entschieden wird das Rennen zwischen Kilometer 30 und Kilometer 57. In diesem Abschnitt liegen der Fichtelberg-Anstieg mit 335 Höhenmetern und der zweite große Anstieg mit 272 Höhenmetern, dazwischen technische Abfahrten mit Passagen über 20 Prozent Gefälle. Beide Anstiege sind zu lang, um sie zu laufen, wenn man sie laufen könnte: konsequentes Gehen im steilen Teil kostet fast keine Zeit und spart die Beine für die Abfahrten, auf denen die Zeit tatsächlich gemacht wird.
Die eigentliche Falle ist nicht die Steigung, sondern die Hitze. Der Fichtelberg-Abschnitt ist der einzige längere Teil ohne Waldschatten, und er wird bei einem Sieben-Uhr-Start um die Mittagszeit erreicht. 2026 hat der Veranstalter den UltraTrail bei fast 40 Grad gar nicht erst gestartet und die Gemeldeten auf den HalfTrail umgebucht, ausdrücklich um lange Belastungszeiten und genau diesen sonnigen Abschnitt zu vermeiden. Plane die Verpflegung entsprechend: Der Veranstalter empfiehlt eineinhalb Liter am Körper, ein eigener Becher ist Pflicht, und der Zielschluss am Samstag ist um 20 Uhr.

Für Alterklassenläuferinnen und Alterklassenläufer dauert der UltraTrail je nach Leistungsstand etwa acht bis dreizehn Stunden. Der Belastungscharakter ist rein aerob, aber alles andere als gleichmäßig: Nur elf Prozent der Strecke sind flach, und der ständige Wechsel zwischen Steigen, Gehen und technischem Abwärtslaufen zwingt dem Körper über den ganzen Tag Rhythmuswechsel auf, die im Grundlagentraining auf dem Radweg nicht vorkommen.
Rennentscheidend sind die beiden großen Anstiege bei Kilometer 36 und Kilometer 53. Beide kommen nach vier bis sechs Stunden Belastung, beide dauern rund eine halbe Stunde im Gehtempo, und beide gehen unmittelbar in eine steile Abfahrt über. Wer die Abfahrten nach dem Fichtelberg noch aktiv laufen kann, gewinnt hier mehr Zeit als mit jeder Bergaufform. Der Schlussanstieg ab Kilometer 71 entscheidet danach nur noch über die letzten Minuten, kostet aber jeden, der zu früh leer ist, eine halbe Stunde.
Die Bedingungen gehören mit in den Plan. Ende Juni auf 900 Metern kann alles bringen, und die Erfahrung des Veranstalters mit dem Fichtelberg-Abschnitt ist eindeutig: Hitzeanpassung im Juni, ein durchgeplantes Trinkkonzept und die Gewöhnung an den eigenen Becher und die Flasks am Körper sind hier Wettkampfvorbereitung und nicht Komfort. Dazu kommt die Selbstnavigation, denn die Markierung besteht aus Mehl und Bändern und kann nach Regen fehlen.
Im Training bedeutet das: lange Läufe von vier bis sechs Stunden auf Waldpfaden statt auf Asphalt, mit dem Höhenprofil bewusst nach hinten geladen, dazu regelmäßiges Bergaufgehen unter Belastung als eigene Trainingsform und Abwärtsläufe im ermüdeten Zustand, um die exzentrische Belastung der Oberschenkel vorwegzunehmen. Zwei bis drei Einheiten mit vollem Rucksack, eigenem Becher und Verpflegung aus dem Rennen decken den organisatorischen Teil ab.

Lade die Strecke von SachsenTrail im Erzgebirge als GPX-Datei für Uhr oder Radcomputer herunter.
Ben verbindet Ziel, Strecke, aktuelle Belastung, Recovery und Kalender. So bleibt dein Plan auf das Rennen ausgerichtet, auch wenn dein Alltag nicht perfekt planbar ist.
SachsenTrail im Erzgebirge ist 74 km lang. Diese Distanz bestimmt, wie viel Grundlagenausdauer, Tempohärte und Rennspezifik in den Trainingsplan gehören.
SachsenTrail im Erzgebirge hat rund 2.103 Höhenmeter auf 74 km. Das beeinflusst Pacing, Muskulatur und die Vorbereitung auf späte Rennabschnitte.
SachsenTrail im Erzgebirge ist als Hochalpin (Mountainous) eingestuft, im Schnitt 28,5 Höhenmeter pro Kilometer. 11 % der Strecke sind flach, 32 % steigen moderat an (2 bis 6 %) und 13 % sind steiler als 6 %.
Der schwerste Anstieg von SachsenTrail im Erzgebirge beginnt bei Kilometer 36,4, ist 3,7 km lang, steigt im Schnitt 9,1 % an und bringt 335 Höhenmeter. Bewertung nach Radsport-Konvention: Kat. 2. Insgesamt sind 8 Anstiege erfasst.
Ja, SachsenTrail im Erzgebirge ist als Rundkurs angelegt: Start und Ziel liegen am selben Ort.
Ja. Die Strecke von SachsenTrail im Erzgebirge steht auf dieser Seite als GPX-Datei zum kostenlosen Download bereit — importierbar in Garmin, Wahoo, Komoot, Strava und jede andere App, die GPX liest.
Für SachsenTrail im Erzgebirge sollte die Vorbereitung 74 km, 2.103 Höhenmeter, aktuelle Belastung und verfügbare Trainingszeit berücksichtigen. Ein adaptiver Plan hilft, Schlüsselreize zu setzen, ohne Erholung und Alltag zu ignorieren.
Die Pacing-Strategie für SachsenTrail im Erzgebirge sollte 74 km, 2.103 Höhenmeter und dein aktuelles Leistungsniveau einbeziehen. Starte kontrolliert und plane Reserven für Abschnitte ein, in denen das Profil oder die Müdigkeit die Zielpace erschwert.
SachsenTrail im Erzgebirge findet am 25. Juni 2027 statt.
SachsenTrail im Erzgebirge findet in Breitenbrunn/Erzgebirge, Germany statt.
Bei SachsenTrail im Erzgebirge stehen 6 Distanzen zur Wahl — UltraTrail: 74 km; HalfTrail: 36 km; QuarterTrail: 20 km; BaseTrail: 16 km; FunTrail: 12,6 km; UpHill Prolog: 4,2 km.
Die Anmeldung läuft über den Veranstalter: sachsentrail.de. YOUB zeigt dir Strecke, Höhenprofil und Trainingsplan für die Vorbereitung.