
Die TORTOUR 1000 ist die grosse Rundfahrt der TORTOUR Ultracycling: rund zwei Tage nonstop einmal um die Schweiz, von der Bodenseeregion über Graubünden und die Zentralschweizer Alpen bis an den Genfersee und zurück nach Schaffhausen. Mit gut 13500 Höhenmetern und zwei HC-Pässen mitten auf der Strecke ist die Vorbereitung weniger ein Renntraining als ein Training fürs Durchhalten über zwei Nächte.
Für die nächste Austragung steht noch kein Termin fest. Strecke, Höhenmeter und Streckenprofil stammen aus der letzten Austragung.
Nach dem kurzen Prologue am Rheinfall beginnt die eigentliche Runde am Bodensee bei Romanshorn und bleibt über die ersten gut 250 Kilometer flach bis leicht hügelig, ein ideales Stück, um sich einzufahren, bevor das Profil kippt.
Ab Kilometer 256 folgt der Gebirgsblock, der die TORTOUR 1000 entscheidet: Zuerst ein knapp 10 Kilometer langer Anstieg mit 636 Höhenmetern bei 6,4 Prozent im Schnitt, dann bei Kilometer 288 der grösste Berg der Strecke, ein HC-Pass von 17,6 Kilometern Länge mit 1312 Höhenmetern und 7,5 Prozent im Schnitt. Bei Kilometer 407 folgt ein kurzer, steiler Anstieg mit 9,6 Prozent im Schnitt, bei Kilometer 414 ein weiterer, gut 9 Kilometer langer Anstieg mit 788 Höhenmetern, ehe die Route über Buchs, Chur und Andermatt weiter ins Gebirge führt und bei Kilometer 741 mit dem zweiten HC-Anstieg von 11,8 Kilometern und 856 Höhenmetern noch einmal zuschlägt, bevor ein letzter, gut 3 Kilometer langer Anstieg bei Kilometer 800 den Bergteil abschliesst.
Von dort führt die Strecke über Aigle, Yverdon, Vaufflin, Eglisau und Laufenburg auf den letzten gut 200 Kilometern flach zurück nach Schaffhausen, wo die gemeinsame 50-Kilometer-Schlussrunde die gut 1000 Kilometer voll macht.
| Start | Länge | Ø | Max. | Gewinn | Kat. |
|---|---|---|---|---|---|
| km 256,3 | 10 km | 6,4 % | 10,2 % | +636 m | Kat. 2 |
| km 287,8 | 17,6 km | 7,5 % | 10,4 % | +1.312 m | HC |
| km 406,9 | 2,7 km | 9,6 % | 13,8 % | +259 m | Kat. 3 |
| km 414,4 | 9,3 km | 8,5 % | 12,9 % | +788 m | Kat. 1 |
| km 588,6 | 4,9 km | 5,7 % | 7,9 % | +280 m | Kat. 3 |
| km 703,2 | 3,8 km | 9 % | 13 % | +343 m | Kat. 2 |
| km 741,4 | 11,8 km | 7,3 % | 11,5 % | +856 m | HC |
| km 800,7 | 3,4 km | 8,1 % | 14,3 % | +277 m | Kat. 3 |
Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.
Die ersten 250 Kilometer sind flach, doch mehr als ein Drittel der gesamten Höhenmeter der TORTOUR 1000 steckt gar nicht in den acht benannten Anstiegen, sondern im ständigen Auf und Ab dazwischen. Die Strecke ist nirgends wirklich eben, auch wenn sie das lange nicht wie ein Bergrennen wirken lässt.
Rennentscheidend ist der Gebirgsblock zwischen Kilometer 256 und 800 mit seinen zwei HC-Pässen. Wer den ersten, 17,6 Kilometer langen Anstieg bei Kilometer 288 zu hart anfährt, merkt es beim zweiten HC-Pass bei Kilometer 741 unweigerlich, nach vielen Stunden im Sattel und mindestens einer durchfahrenen Nacht ist dort keine Substanz mehr für Fehler.
Die grösste Falle ist deshalb, die flache Anfangsrunde als Erholung misszuverstehen und zu forsch anzugehen: Was in den ersten 250 Kilometern wie ein guter Rhythmus wirkt, fehlt zwei Nächte später am zweiten Pass.

Die TORTOUR 1000 dauert nonstop rund zwei Tage, für die meisten Age-Group-Fahrer eher 40 bis über 55 Stunden im Sattel, je nach Tempo und Schlafpausen. Der Belastungscharakter ist über weite Strecken gleichmässig aerob: Nur gut sechs Prozent des Profils sind wirklich steil, der Rest ist flaches bis welliges Grundtempo, unterbrochen von den beiden langen HC-Anstiegen, die anaerobe Spitzen und echte Kletterkraft verlangen.
Entscheidend sind die beiden HC-Pässe bei Kilometer 288 und 741 sowie die kürzeren Rampen dazwischen, nicht wegen ihrer Steilheit allein, sondern weil sie erst nach vielen flachen Stunden und mindestens einer durchfahrenen Nacht kommen. Klettern mit müden Beinen und wenig Schlaf im Kopf ist die eigentliche Anforderung, nicht das Klettern selbst.
Das Training sollte deshalb lange Ausfahrten mit ans Ende gelegten Anstiegen priorisieren, nicht frische Bergintervalle am Morgen. Simuliere Klettern nach sechs, acht, zehn Stunden im Sattel. Nachtfahrten gehören ebenso ins Programm wie lange Blöcke bei niedriger bis mittlerer Intensität, die die Grundlagenausdauer für zwei Tage am Stück aufbauen.
Dazu kommt die nicht-sportliche Vorbereitung: eine Schlafstrategie für Mikro-Pausen statt echter Nächte, ein Verpflegungsplan für 40 Stunden und mehr und Kleidung für den Wechsel von sommerlicher Hitze im Flachland zu kalten Nächten auf den Pässen. Team-Fahrer sollten die Ablösung mit dem Begleitfahrzeug üben, Solo-Fahrer die Selbstversorgung zwischen den Verpflegungsstationen.

Lade die Strecke von TORTOUR Ultracycling als GPX-Datei für Uhr oder Radcomputer herunter.
Ben verbindet Ziel, Strecke, aktuelle Belastung, Recovery und Kalender. So bleibt dein Plan auf das Rennen ausgerichtet, auch wenn dein Alltag nicht perfekt planbar ist.
TORTOUR Ultracycling ist 1000 km lang. Diese Distanz bestimmt, wie viel Grundlagenausdauer, Tempohärte und Rennspezifik in den Trainingsplan gehören.
TORTOUR Ultracycling hat rund 13.519 Höhenmeter auf 1000 km. Das beeinflusst Pacing, Muskulatur und die Vorbereitung auf späte Rennabschnitte.
TORTOUR Ultracycling ist als Hochalpin (Mountainous) eingestuft, im Schnitt 13,4 Höhenmeter pro Kilometer. 40 % der Strecke sind flach, 27 % steigen moderat an (2 bis 6 %) und 3 % sind steiler als 6 %.
Der schwerste Anstieg von TORTOUR Ultracycling beginnt bei Kilometer 287,8, ist 17,6 km lang, steigt im Schnitt 7,5 % an und bringt 1.312 Höhenmeter. Bewertung nach Radsport-Konvention: HC. Insgesamt sind 8 Anstiege erfasst.
Ja, TORTOUR Ultracycling ist als Rundkurs angelegt: Start und Ziel liegen am selben Ort.
Ja. Die Strecke von TORTOUR Ultracycling steht auf dieser Seite als GPX-Datei zum kostenlosen Download bereit — importierbar in Garmin, Wahoo, Komoot, Strava und jede andere App, die GPX liest.
Für TORTOUR Ultracycling sollte die Vorbereitung 1000 km, 13.519 Höhenmeter, aktuelle Belastung und verfügbare Trainingszeit berücksichtigen. Ein adaptiver Plan hilft, Schlüsselreize zu setzen, ohne Erholung und Alltag zu ignorieren.
Die Pacing-Strategie für TORTOUR Ultracycling sollte 1000 km, 13.519 Höhenmeter und dein aktuelles Leistungsniveau einbeziehen. Starte kontrolliert und plane Reserven für Abschnitte ein, in denen das Profil oder die Müdigkeit die Zielpace erschwert.
Ein Termin für die nächste Austragung steht noch nicht fest. Zuletzt gestartet wurde am 12. August 2026.
TORTOUR Ultracycling findet in Schaffhausen, Switzerland statt.
Bei TORTOUR Ultracycling stehen 3 Distanzen zur Wahl — TORTOUR 1000: 1000 km; TORTOUR 500: 515 km; TORTOUR 250: 255 km.
Die Anmeldung läuft über den Veranstalter: tortour.com. YOUB zeigt dir Strecke, Höhenprofil und Trainingsplan für die Vorbereitung.