
Die SUP100k ist der Klassiker des katalanischen Ultratrails: 100 Kilometer mit rund 6.600 Höhenmetern rund um den Pedraforca, gestartet um halb sechs morgens auf der Plaça Porxada von Bagà. Achtzig Prozent der Strecke sind Singletrail, der Anstieg zum Niu de l'Àliga bringt dich in den ersten 16 Kilometern von 795 auf 2.520 Meter – und danach liegen noch achtzig weitere vor dir.
Für die nächste Austragung steht noch kein Termin fest. Strecke, Höhenmeter und Streckenprofil stammen aus der letzten Austragung.
Der Rundkurs beginnt und endet im Dorf Bagà am Fuß der Serra del Cadí und führt komplett durch den Naturpark Cadí-Moixeró. Schon der Auftakt ist kompromisslos: Ab Kilometer 1 steigt die Strecke 7,6 Kilometer lang mit im Schnitt über zwölf Prozent, dann folgt ohne Verschnaufpause der zweite Block mit 16,5 Prozent hinauf zum Niu de l'Àliga auf 2.520 Metern – dem höchsten Punkt des Tages, erreicht nach nur 16 Kilometern.
Danach zerfällt das Rennen in lange, eigenständige Kapitel. Ein 1.500-Höhenmeter-Abstieg nach Serrat, der Anstieg über die Cortals zum Aguiló auf 2.010 Metern bei Kilometer 48, die lange Querung nach Gósol, und ab Kilometer 70 die Umrundung des Pedraforca über die Refugi-Estasen-Seite und Gresolet. Die letzten Anstiege sind die härtesten: Bei Kilometer 84 geht es mit 17,8 Prozent hinauf, bei Kilometer 88,7 noch einmal mit über zwanzig Prozent zum Sant Jordi, ehe 1.150 Höhenmeter Abstieg zurück nach Bagà führen.
Die Zahlen erzählen aber nur die Hälfte. Gelaufen wird auf schmalen Bergpfaden im Herzen eines Naturparks, mit dem markanten Doppelgipfel des Pedraforca als ständigem Bezugspunkt, zehn Verpflegungsstellen und einer Zeitgrenze, die erst am Sonntagmorgen um acht Uhr fällt. Die Bestzeiten – Kilian Jornet 10:25 (2021) und Núria Picas 12:12 (2022) – geben eine Vorstellung davon, wie weit das obere und das untere Ende des Feldes hier auseinanderliegen.
| Start | Länge | Ø | Max. | Gewinn | Kat. |
|---|---|---|---|---|---|
| km 1 | 7,6 km | 12,3 % | 36,7 % | +937 m | HC |
| km 9,5 | 4,7 km | 16,5 % | 36,9 % | +769 m | Kat. 1 |
| km 39,1 | 2,6 km | 12,9 % | 36 % | +340 m | Kat. 2 |
| km 47,1 | 2,2 km | 19,1 % | 36,5 % | +421 m | Kat. 2 |
| km 72,6 | 2 km | 17,7 % | 29,8 % | +358 m | Kat. 2 |
| km 82,4 | 1,9 km | 12 % | 39,9 % | +226 m | Kat. 3 |
| km 84,4 | 2,5 km | 17,8 % | 35,8 % | +449 m | Kat. 2 |
| km 88,7 | 0,9 km | 20,6 % | 41,6 % | +185 m | Kat. 3 |
Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.
Der erste Fehler wird in den ersten sechzehn Kilometern gemacht. Von Bagà zum Niu de l'Àliga liegen über 2.000 Höhenmeter, und weil die Beine frisch sind und das Feld noch dicht, laufen viele diesen Block deutlich zu schnell. Gehe ihn bewusst als Wanderleistung an: gleichmäßiger, unterhaltungsfähiger Puls, Stöcke von Anfang an, und die Uhr ignorieren.
Entschieden wird die SUP100k jedoch weit später, im Block zwischen Kilometer 70 und 90. Nach der Pedraforca-Querung kommen bei Kilometer 84 und 88,7 zwei kurze, extrem steile Anstiege mit 17,8 und über zwanzig Prozent – nach dreizehn oder mehr Stunden auf den Beinen. Wer bis Gósol vernünftig eingeteilt und konsequent gegessen hat, kann dort noch klettern; wer nicht, verbringt dort Stunden.
Die größte Falle ist aber der Abstieg. Mit über 30 Prozent der Strecke im steilen Gefälle und einem 1.500-Meter-Abstieg schon bei Kilometer 31 zerstören unvorbereitete Oberschenkel das Rennen lange vor den Beinen. Bremse früh kontrolliert, auch wenn es sich zu langsam anfühlt. Und plane den Nachtabschnitt: Ein Großteil des Feldes ist bei Einbruch der Dunkelheit noch zwischen Gósol und der Aula de Natura unterwegs.

Rechne mit 12 bis 22 Stunden für eine Altersklassenläuferin oder einen Altersklassenläufer; die Zeitgrenze liegt bei 26,5 Stunden. Die Belastung ist ein sehr langer, überwiegend aerober Wechsel aus Steigen und Fallen, bei dem kaum fünf Prozent der Strecke eben sind. Fast dreißig Prozent liegen im steilen Aufwärtsbereich und über dreißig Prozent im steilen Abwärtsbereich – gelaufen wird hier weniger als gestiegen und gebremst.
Der erste Schwerpunkt ist Bergaufkraft über lange Zeiträume, am besten mit Stöcken: Anstiege von 800 bis 1.200 Höhenmetern am Stück, im Aufbau mehrfach pro Woche, und mindestens ein Blockwochenende mit zwei langen Bergtagen hintereinander. Ohne diese kumulative Ermüdung im Training bleiben die späten Rampen unlaufbar.
Genauso wichtig ist technisches Bergablaufen. Über 6.500 Höhenmeter Abstieg auf Singletrail belasten die Oberschenkel exzentrisch weit mehr als jedes Straßenrennen. Baue gezielt lange, technische Abfahrten ein, gern am Ende eines langen Laufs, und trainiere den Fußaufsatz auf losem, wurzeligem Untergrund statt nur auf Forstwegen.
Bleiben zwei Rahmenbedingungen. Erstens die Höhe: Der Kurs bewegt sich über weite Strecken zwischen 1.500 und 2.500 Metern – wenn du im Flachland lebst, plane ein Höhentraining oder zumindest ein verlängertes Anreisefenster ein. Zweitens die Nacht: Übe das Laufen mit Stirnlampe auf Trails, teste die gesamte Pflichtausrüstung im Training, und probe deine Verpflegungsstrategie über mindestens zehn Stunden durch, bevor du sie über zwanzig anwendest.

Lade die Strecke von Salomon Ultra Pirineu als GPX-Datei für Uhr oder Radcomputer herunter.
Ben verbindet Ziel, Strecke, aktuelle Belastung, Recovery und Kalender. So bleibt dein Plan auf das Rennen ausgerichtet, auch wenn dein Alltag nicht perfekt planbar ist.
Salomon Ultra Pirineu ist 100 km lang. Diese Distanz bestimmt, wie viel Grundlagenausdauer, Tempohärte und Rennspezifik in den Trainingsplan gehören.
Salomon Ultra Pirineu hat rund 6.600 Höhenmeter auf 100 km. Das beeinflusst Pacing, Muskulatur und die Vorbereitung auf späte Rennabschnitte.
Salomon Ultra Pirineu ist als Hochalpin (Mountainous) eingestuft, im Schnitt 57,8 Höhenmeter pro Kilometer. 5 % der Strecke sind flach, 17 % steigen moderat an (2 bis 6 %) und 29 % sind steiler als 6 %.
Der schwerste Anstieg von Salomon Ultra Pirineu beginnt bei Kilometer 1, ist 7,6 km lang, steigt im Schnitt 12,3 % an und bringt 937 Höhenmeter. Bewertung nach Radsport-Konvention: HC. Insgesamt sind 8 Anstiege erfasst.
Ja, Salomon Ultra Pirineu ist als Rundkurs angelegt: Start und Ziel liegen am selben Ort.
Ja. Die Strecke von Salomon Ultra Pirineu steht auf dieser Seite als GPX-Datei zum kostenlosen Download bereit — importierbar in Garmin, Wahoo, Komoot, Strava und jede andere App, die GPX liest.
Für Salomon Ultra Pirineu sollte die Vorbereitung 100 km, 6.600 Höhenmeter, aktuelle Belastung und verfügbare Trainingszeit berücksichtigen. Ein adaptiver Plan hilft, Schlüsselreize zu setzen, ohne Erholung und Alltag zu ignorieren.
Die Pacing-Strategie für Salomon Ultra Pirineu sollte 100 km, 6.600 Höhenmeter und dein aktuelles Leistungsniveau einbeziehen. Starte kontrolliert und plane Reserven für Abschnitte ein, in denen das Profil oder die Müdigkeit die Zielpace erschwert.
Ein Termin für die nächste Austragung steht noch nicht fest. Zuletzt gestartet wurde am 3. Oktober 2026.
Salomon Ultra Pirineu findet in Bagà, Spain statt.
Bei Salomon Ultra Pirineu stehen 4 Distanzen zur Wahl — SUP100k: 100 km; SMP42k: 42 km (Marathon); SMP21k: 21 km (Halbmarathon); La Molina Nit Pirineu KV: 5 km.
Die Anmeldung läuft über den Veranstalter: ultrapirineu.com. YOUB zeigt dir Strecke, Höhenprofil und Trainingsplan für die Vorbereitung.