
Die Lyon SaintéLyon ist die Ultraformel des Abends: erst 76 Kilometer von Lyon nach Saint-Étienne bei Tageslicht, dann eine Pause, dann die klassische SaintéLyon durch die Nacht zurück. Gewertet wird nur der Rückweg - eine Rennform, die es sonst kaum gibt, und die aus 156 Kilometern mit 4.350 Höhenmetern eine Frage der Pausengestaltung macht.
Das Rennen startet um 9:00 Uhr an der Halle Tony Garnier in Lyon und endet dort auch. Der Hinweg führt die Diagonale rückwärts über die Monts du Lyonnais nach Saint-Étienne und muss innerhalb von dreizehn Stunden bewältigt werden; er wird nicht gewertet, jede und jeder teilt ihn sich selbst ein. In Saint-Étienne warten eine Mahlzeit und ein eigener Ruheraum, dann geht es auf der klassischen Strecke zurück - mit einem Start in der ersten Reihe und gelben Leibchen, an denen man die Ultrastartenden auf dem gesamten Rückweg erkennt.
Als Runde gemessen kommt der Kurs auf 155,9 Kilometer und 4.351 Höhenmeter, verteilt fast symmetrisch: 27,8 Prozent aufwärts, 27,6 Prozent abwärts, nur 18,3 Prozent flach. Die härtesten Einzelanstiege liegen im Hinweg zwischen Kilometer 35 und 55 - darunter einer mit sechzehn Prozent im Mittel - und im Rückweg ab Kilometer 114, wo die 175 Höhenmeter mit dreizehn Prozent kommen, die auch die 80-Kilometer-Strecke bei ihrem Kilometer 37 kennt.
Das Feld ist auf 800 Startende begrenzt und damit das kleinste des Wochenendes. Die Formel steht seit 2019 offiziell im Programm, nachdem sie zuvor jahrelang inoffiziell gelaufen wurde; Alexandre Boucheix gewann die ersten drei Auflagen bei den Männern. Die Zeitschranken gelten in beide Richtungen: Saint-Étienne muss bis 22:30 Uhr erreicht sein, Lyon bis 16:00 Uhr am Folgetag.
| Start | Länge | Ø | Max. | Gewinn | Kat. |
|---|---|---|---|---|---|
| km 35,2 | 1,2 km | 10,6 % | 20,9 % | +125 m | Kat. 4 |
| km 42,2 | 0,8 km | 16,4 % | 28,8 % | +135 m | Kat. 4 |
| km 54,3 | 0,8 km | 15,1 % | 23,4 % | +113 m | Kat. 4 |
| km 78,5 | 3,6 km | 3,9 % | 10,4 % | +141 m | Kat. 4 |
| km 87,4 | 1,4 km | 10,7 % | 19 % | +149 m | Kat. 4 |
| km 100,4 | 1,1 km | 11,5 % | 17,9 % | +124 m | Kat. 4 |
| km 113,9 | 1,3 km | 13,2 % | 21,5 % | +175 m | Kat. 3 |
| km 120,3 | 1,8 km | 7 % | 15 % | +127 m | Kat. 4 |
Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.
Kein anderes Rennen dieser Länge stellt die zentrale taktische Frage so explizit: Wie viel investierst du in etwas, das nicht gewertet wird? Der Hinweg hat dreizehn Stunden Zeit für 76 Kilometer und rund zweitausend Höhenmeter. Das ist bequem - und die Versuchung, ihn zügig abzuhaken, um mehr Ruhezeit zu haben, kostet auf dem Rückweg mehr, als die gewonnene Stunde einbringt.
Die Pause in Saint-Étienne ist der eigentliche Hebel. Sie ist der einzige Moment des Rennens, in dem sich Kleidung wechseln, essen und tatsächlich liegen lässt - und der einzige, in dem der Körper von einem Tagesrhythmus auf eine durchwachte Nacht umstellen muss. Wer zu kurz pausiert, startet den Rückweg unterkühlt und unterversorgt; wer zu lange pausiert, wacht nicht mehr richtig auf. Plane sie vorher als feste Länge und halte dich daran.
Entschieden wird das Rennen in der zweiten Hälfte des Rückwegs, ab etwa Kilometer 114. Dort liegen die steilen Anstiege der klassischen Strecke, dort ist die Nacht am längsten, und dort läufst du bereits seit über zwanzig Stunden. Wer den Hinweg wirklich zurückhaltend gelaufen ist, überholt hier - auf dem gesamten Rückweg trägst du das gelbe Leibchen und läufst durch das Feld der 80-Kilometer-Startenden, was psychologisch der größte Vorteil dieser Formel ist.

156 Kilometer mit 4.350 Höhenmetern und einer Pause in der Mitte dauern für Altersklassenathletinnen und -athleten zwischen etwa zwanzig und einunddreißig Stunden - die Zeitschranken erlauben dreizehn Stunden für den Hinweg und sechzehneinhalb Stunden Gesamtfenster für den gewerteten Rückweg. Der Belastungscharakter ist eine sehr lange aerobe Belastung mit hohem exzentrischem Anteil und, anders als bei jedem normalen Ultra, einer erzwungenen Unterbrechung.
Diese Unterbrechung ist trainierbar und wird fast nie trainiert. Zwei Einheiten an einem Tag mit mehreren Stunden Pause dazwischen - vormittags lang, abends noch einmal lang und im Dunkeln - simulieren genau das, was in Saint-Étienne passiert: kalte, steife Beine wieder in Gang bringen, nach dem Essen weiterlaufen, sich in einem Zustand aufwärmen, in dem das Aufwärmen unangenehm ist.
Der laufspezifische Schwerpunkt ist der gleiche wie auf der 80-Kilometer-Strecke, nur konsequenter: Bergablaufen unter Ermüdung, über viertausend Höhenmeter verteilt, plus Grundlageneinheiten von sechs Stunden aufwärts und Back-to-back-Wochenenden. Wer auf dem Hinweg technisch bergab läuft und dabei Kraft spart, gewinnt den Rückweg.
Die Bedingungen sind der doppelte Reiz: Der Hinweg läuft im November-Tageslicht bei einstelligen Temperaturen, der Rückweg nachts auf bis zu 870 Metern, wo Schnee und Eis regelmäßig vorkommen. Die Ausrüstung muss beides abdecken, und der Wechselbeutel in Saint-Étienne ist die einzige Gelegenheit, davon Gebrauch zu machen. Packe ihn so, als wäre er das wichtigste Ausrüstungsstück des Rennens - das ist er auch.

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Asics SaintéLyon ist 160 km lang. Diese Distanz bestimmt, wie viel Grundlagenausdauer, Tempohärte und Rennspezifik in den Trainingsplan gehören.
Asics SaintéLyon hat rund 4.351 Höhenmeter auf 160 km. Das beeinflusst Pacing, Muskulatur und die Vorbereitung auf späte Rennabschnitte.
Asics SaintéLyon ist als Bergig (Hilly) eingestuft, im Schnitt 27,9 Höhenmeter pro Kilometer. 18 % der Strecke sind flach, 28 % steigen moderat an (2 bis 6 %) und 13 % sind steiler als 6 %.
Der schwerste Anstieg von Asics SaintéLyon beginnt bei Kilometer 113,9, ist 1,3 km lang, steigt im Schnitt 13,2 % an und bringt 175 Höhenmeter. Bewertung nach Radsport-Konvention: Kat. 3. Insgesamt sind 8 Anstiege erfasst.
Ja, Asics SaintéLyon ist als Rundkurs angelegt: Start und Ziel liegen am selben Ort.
Ja. Die Strecke von Asics SaintéLyon steht auf dieser Seite als GPX-Datei zum kostenlosen Download bereit — importierbar in Garmin, Wahoo, Komoot, Strava und jede andere App, die GPX liest.
Für Asics SaintéLyon sollte die Vorbereitung 160 km, 4.351 Höhenmeter, aktuelle Belastung und verfügbare Trainingszeit berücksichtigen. Ein adaptiver Plan hilft, Schlüsselreize zu setzen, ohne Erholung und Alltag zu ignorieren.
Die Pacing-Strategie für Asics SaintéLyon sollte 160 km, 4.351 Höhenmeter und dein aktuelles Leistungsniveau einbeziehen. Starte kontrolliert und plane Reserven für Abschnitte ein, in denen das Profil oder die Müdigkeit die Zielpace erschwert.
Asics SaintéLyon findet am 28. November 2026 statt.
Asics SaintéLyon findet in Saint-Étienne / Lyon, France statt.
Bei Asics SaintéLyon stehen 9 Distanzen zur Wahl — Lyon SaintéLyon: 160 km; SaintéLyon: 80 km; SaintéLyon Relais 2: 80 km; SaintéLyon Relais 3: 80 km; SaintéLyon Relais 4: 80 km; SaintExpress: 45 km und 3 weitere.
Die Anmeldung läuft über den Veranstalter: saintelyon.com. YOUB zeigt dir Strecke, Höhenprofil und Trainingsplan für die Vorbereitung.