Laufen

Swiss Irontrail: Strecke, Höhenmeter & Streckenprofil

Der T78 ist die Königsdistanz des Swiss Irontrail und die einzige Runde, die den ganzen Parc Ela einmal umfasst: 78 Kilometer von Savognin über das Val d'Err, die Alp Flix, den Lunghinpass und den Septimerpass nach Bivio und zurück, ausgeschrieben mit 4'996 Höhenmetern und 21 Stunden Zeitlimit. Gestartet wird um vier Uhr morgens im Dunkeln.

Datum14. August 2027
OrtSavognin, Switzerland
Distanz78 km
Höhenmeter+4621m
Distanz78 km
Höhenmeter+4621m
KlassifizierungHochalpin (Mountainous)
StreckenformRundkurs

Strecke & Höhenmeter

Der Tag beginnt sofort steil: schon nach 650 Metern setzt der erste Anstieg an, knapp drei Kilometer mit 16 Prozent im Schnitt aus Savognin heraus über die Maiensässe. Ab Kilometer 9,5 folgt der lange Zug ins Val d'Err, fast fünf Kilometer mit 11,5 Prozent, und ab der Alp Flix die härteste Passage der ersten Hälfte: ein Kilometer 22 Prozent zur Fuorcla digl Leget hinauf, die hier Himmelstor heisst.

Die Mitte der Strecke ist reine Passlandschaft. Über die Seenkette bei Leg Grevasalvas geht es zum Lunghinpass, der einzigen dreifachen Wasserscheide der Alpen, von wo Wasser über Rhein, Donau und Po in drei Meere fliesst. Danach folgen der Septimerpass, den die Römer schon 15 vor Christus nutzten, die Forcellina und der höchste Punkt des Rennens bei Uf da Flüe auf 2'775 Metern, bevor der Stallerberg nach Bivio hinunterführt. Die zweite Hälfte zieht über Marmorera, Mulegns und Sur ein zweites Mal auf die Alp Flix, ab Kilometer 63,6 nochmals gut vier Kilometer mit knapp zehn Prozent, und erst danach beginnt der Abstieg über Rona und Tinizong nach Savognin.

Das Gelände ist alpin bis hochalpin, und die Zahlen sagen es deutlich: nur sechs Prozent der Strecke sind flach, je rund 30 Prozent liegen im steilen Auf- und Abwärtsbereich. Die Alp Flix ist eine Moorlandschaft von nationaler Bedeutung mit den Seen Lai Neir und Lais Blos, das Val d'Err ein stilles Hochtal mit Gebirgsbächen. Verpflegungsposten stehen alle zehn bis fünfzehn Kilometer, Becher gibt es keine, und für den T78 gibt es auch keinen Drop Bag.

Pacing-Strategie

Bei einem Zeitlimit von 21 Stunden und knapp fünftausend Höhenmetern entscheidet nicht das Tempo, sondern die Fähigkeit, achtzehn Stunden lang dieselbe niedrige Intensität zu halten. Die ersten drei Kilometer sind bereits ein Anstieg mit 16 Prozent, im Dunkeln und mit kaltem Körper, und wer dort einen Rhythmus wählt, der sich gut anfühlt, hat ihn schon zu hoch gewählt. Gehen an den steilen Rampen ist hier keine Notlösung, sondern die geplante Fortbewegungsart.

Rennentscheidend ist der zweite Anstieg auf die Alp Flix ab Kilometer 63,6. Vier Kilometer mit zehn Prozent sind für sich genommen moderat, aber sie kommen nach vier Pässen und rund 3'500 zurückgelegten Höhenmetern, und dahinter warten noch vierzehn Kilometer Abstieg. Wer bis dorthin die Beine für das Bergabgehen erhalten hat, läuft die letzte Etappe; wer nicht, geht sie.

Die zweite Falle ist die Verpflegung. Zwischen den Posten liegen zehn bis fünfzehn Kilometer alpines Gelände, und weil keine Becher abgegeben werden, hängt die gesamte Flüssigkeitsaufnahme an dem, was du selbst trägst. Rechne im Hochsommer über die Pässe mit starker Sonne und gleichzeitig mit der Möglichkeit von Schneefall oberhalb 2'000 Metern, und plane die Ausrüstung nach dem schlechteren der beiden Fälle.

Trainingsplan für Swiss Irontrail: 12 Wochen Vorbereitung

Für gut vorbereitete Altersklassenläuferinnen und -läufer sind zwölf bis achtzehn Stunden realistisch, das Zeitlimit liegt bei 21 Stunden. Der Belastungscharakter ist durchgehend niedrig intensiv, aber extrem lang, mit acht kategorisierten Anstiegen und ebenso vielen Abstiegen und praktisch ohne flache Erholungsabschnitte. Vorbereitet wird nicht Tempo, sondern Zeit unter Last.

Den Kern bilden lange Bergeinheiten mit 1'500 bis 2'500 Höhenmetern und Blöcke an aufeinanderfolgenden Tagen, damit der Körper das Laufen auf müden Beinen kennt. Ergänzend gehören gezielte Kraftausdauer für steiles Gehen mit Stöcken sowie Rumpf- und Beinkraft für den Abstieg ins Programm; bei rund 4'600 gemessenen Höhenmetern Abstieg ist die exzentrische Belastung mindestens so entscheidend wie die Steigfähigkeit.

Das Gelände verlangt eigene Vorbereitung. Die Pässe zwischen Fuorcla digl Leget und Stallerberg sind hochalpin, teils steinig und exponiert, und der Veranstalter nennt Trittsicherheit ausdrücklich als Voraussetzung. Trainiere technische Abstiege bei Müdigkeit und nicht nur auf frischen Beinen, und gewöhne dich an Höhen um 2'500 Meter; der Veranstalter empfiehlt fünf Akklimatisationstage oberhalb von 1'200 Metern.

Zwei organisatorische Punkte gehören ins Training. Der Start um vier Uhr morgens bedeutet drei bis vier Stunden Laufen mit Stirnlampe, das musst du geübt haben. Und weil es zwischen den Posten zehn bis fünfzehn Kilometer keine Verpflegung gibt und kein Drop Bag existiert, muss die komplette Renn- und Trinkstrategie mit dem eigenen Rucksack in langen Einheiten durchgespielt werden, inklusive der Pflichtausrüstung von Regenjacke bis Rettungsdecke.

Streckenverlauf

Höhenprofil / Elevation Profile
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1219m 2014m 2810m 0 km 19.9 km 39.9 km 59.8 km 79.8 km

Profil-Parameter

Anstieg+4621m
Abstieg-4620m
Hm/km57.9 m/km
Verbleibende Hm1426m
Höchster Punkt2770m

Steigungsverteilung

Flach (<2%): 6.2%
Moderat bergauf (2-6%): 17.1%
Moderat bergab (2-6%): 18.1%
Steil bergauf (>6%): 29.6%
Steil bergab (>6%): 29%

Anstiege auf der Strecke

Start (km)LängeØ SteigungMax. SteigungHöhengewinnKategorie
KM 0.72.8 km16.4%25.9%+462mKat. 2
KM 9.54.9 km11.5%37.7%+560mKat. 2
KM 21.82.8 km13.1%31.5%+364mKat. 2
KM 25.41.9 km21.8%42.8%+408mKat. 2
KM 31.21.2 km17.7%26.2%+208mKat. 3
KM 33.02.4 km12.0%29.8%+284mKat. 3
KM 44.01.8 km14.2%27.7%+249mKat. 3
KM 63.64.3 km9.8%24.9%+424mKat. 2

Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.

Strecke als GPX

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Häufige Fragen

Wie lang ist Swiss Irontrail?

Swiss Irontrail ist 78 km lang. Diese Distanz bestimmt, wie viel Grundlagenausdauer, Tempohärte und Rennspezifik in den Trainingsplan gehören.

Wie viele Höhenmeter hat Swiss Irontrail?

Swiss Irontrail hat rund 4.621 Höhenmeter auf 78 km. Das beeinflusst Pacing, Muskulatur und die Vorbereitung auf späte Rennabschnitte.

Wie ist das Streckenprofil von Swiss Irontrail?

Swiss Irontrail ist als Hochalpin (Mountainous) eingestuft, im Schnitt 57,9 Höhenmeter pro Kilometer. 6 % der Strecke sind flach, 17 % steigen moderat an (2 bis 6 %) und 30 % sind steiler als 6 %.

Welche Anstiege hat Swiss Irontrail?

Der schwerste Anstieg von Swiss Irontrail beginnt bei Kilometer 9,5, ist 4,9 km lang, steigt im Schnitt 11,5 % an und bringt 560 Höhenmeter. Bewertung nach Radsport-Konvention: Kat. 2. Insgesamt sind 8 Anstiege erfasst.

Ist Swiss Irontrail ein Rundkurs?

Ja, Swiss Irontrail ist als Rundkurs angelegt: Start und Ziel liegen am selben Ort.

Wie bereite ich mich auf Swiss Irontrail vor?

Für Swiss Irontrail sollte die Vorbereitung 78 km, 4.621 Höhenmeter, aktuelle Belastung und verfügbare Trainingszeit berücksichtigen. Ein adaptiver Plan hilft, Schlüsselreize zu setzen, ohne Erholung und Alltag zu ignorieren.

Welche Pacing-Strategie passt für Swiss Irontrail?

Die Pacing-Strategie für Swiss Irontrail sollte 78 km, 4.621 Höhenmeter und dein aktuelles Leistungsniveau einbeziehen. Starte kontrolliert und plane Reserven für Abschnitte ein, in denen das Profil oder die Müdigkeit die Zielpace erschwert.

Wann findet Swiss Irontrail 2027 statt?

Swiss Irontrail 2027 findet am 14. August 2027 statt.

Wo findet Swiss Irontrail 2027 statt?

Swiss Irontrail 2027 findet in Savognin, Switzerland statt.

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