
Die Traversée de Bagnes ist kein Ultra an einem Tag, sondern eine Durchquerung in drei Etappen: rund 102 Kilometer und etwa 8.000 Höhenmeter quer durch das Val de Bagnes, mit zwei Nächten in Berghütten. Vorbereitet wird deshalb nicht eine einzelne lange Belastung, sondern die Fähigkeit, sie dreimal hintereinander abzurufen.
Für die nächste Austragung steht noch kein Termin fest. Strecke, Höhenmeter und Streckenprofil stammen aus der letzten Austragung.
Die erste Etappe verlässt das Basislager beim Camping de Bonatchiesse am Freitag um 10:00 Uhr und geht sofort steil: Bereits ab Kilometer 1,7 stehen gut 1.000 Höhenmeter auf gut vier Kilometern an, im Schnitt 24 Prozent, ehe über die Cabane de Louvie die Cabane du Mont-Fort erreicht wird. Neunzehn Kilometer, aber ein voller Bergtag.
Die zweite Etappe ist die längste. Von Mont-Fort führt sie über die Höhen oberhalb von Verbier zur Cabane de Mille und weiter zur Cabane Brunet; ihr Kern ist ein Anstieg von rund neun Kilometern Länge und gut 1.600 Höhenmetern, der größte zusammenhängende Aufstieg der ganzen Durchquerung. Die dritte Etappe schließt den Kreis von der Cabane Brunet über die Cabane FXB Panossière und Chanrion, danach den Lac de Mauvoisin entlang zurück nach Bonatchiesse.
Über alle drei Tage liegen mehr als zwei Drittel der Strecke im steilen Auf- oder Abwärtsbereich und nur gut fünf Prozent im Flachen: Dieses Rennen kennt praktisch keine Passagen, in denen sich ein Laufrhythmus einstellt. Getragen wird es vom gemeinnützigen Verein Les Coureurs UltraSolidaires, gestartet wird halbautonom mit GPS-Uhr, Stirnlampe, einem Liter Wasserkapazität und vollständigem Wetterschutz. Geschlafen wird in den Hütten, in denen die Etappen enden.
| Start | Länge | Ø | Max. | Gewinn | Kat. |
|---|---|---|---|---|---|
| km 1,7 | 4,2 km | 24,3 % | 40,6 % | +1.015 m | HC |
| km 11,1 | 2 km | 20,1 % | 35,7 % | +401 m | Kat. 2 |
| km 39,9 | 9 km | 17,8 % | 44,8 % | +1.609 m | HC |
| km 51,6 | 2,8 km | 21,2 % | 46,8 % | +583 m | Kat. 2 |
| km 60,8 | 2,9 km | 17,7 % | 36,7 % | +518 m | Kat. 2 |
| km 65,6 | 2,9 km | 16,8 % | 43,8 % | +484 m | Kat. 2 |
| km 75,2 | 3 km | 13,1 % | 33 % | +389 m | Kat. 2 |
| km 82,9 | 2,3 km | 16,5 % | 28,9 % | +376 m | Kat. 2 |
Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.
Ein Etappenrennen wird über die Erholung eingeteilt, nicht über die Tagesbestzeit. Der erste Anstieg ab Kilometer 1,7 mit 24 Prozent Durchschnitt ist genau die Stelle, an der ein zu ehrgeiziger Freitag den Sonntag ruiniert: Geh ihn in einem Tempo, das sich am dritten Tag noch wiederholen lässt, und nutze die kurze Etappe als Einlaufen in die Durchquerung.
Entschieden wird das Rennen am langen Anstieg der zweiten Etappe: neun Kilometer, gut 1.600 Höhenmeter, mit dem Vortag in den Beinen und einer Nacht auf über 2.400 Metern dahinter. Wer hier gleichmäßig steigt und an der Cabane de Mille noch essen kann, kommt in einem Zustand an der Cabane Brunet an, aus dem sich die dritte Etappe bestreiten lässt.
Die eigentliche Falle sind die Abfahrten. Über ein Drittel der Strecke fällt steil ab, und die Etappen zwei und drei bringen jeweils über 3.200 Höhenmeter Abstieg; die muskuläre Rechnung dafür kommt am Folgetag. Bremse bewusst kontrolliert, halte die Zeitlimits im Blick (16:00 Uhr, 18:00 Uhr und 17:30 Uhr) und plane in den Hütten Essen und Trinken als Teil des Rennens, nicht als Feierabend.

Rechne pro Etappe mit fünf bis zehn Stunden und über drei Tage mit einer Gesamtbelastung von rund zwanzig bis dreißig Stunden. Der Charakter ist durchgehend aerob, aber alles andere als gleichmäßig: lange Blöcke steilen Bergaufgehens, ebenso lange technische Abstiege, kaum Flachpassagen. Wer nur Laufumfang aufbaut, bereitet die falsche Belastung vor.
Der entscheidende Trainingsinhalt sind aufeinanderfolgende harte Tage. Back-to-back-Einheiten an Wochenenden (samstags eine lange Bergtour, sonntags erneut, bewusst mit müden Beinen) bilden die Struktur des Rennens direkt ab. Ein einzelner sehr langer Lauf pro Woche tut das nicht.
Die rennentscheidenden Abschnitte sind der 24-Prozent-Auftakt am ersten Tag und der 1.600-Höhenmeter-Anstieg am zweiten. Beide verlangen ökonomisches Steigen über Stunden statt Bergauflaufen, und beide kommen zu Zeitpunkten, an denen der Körper bereits belastet ist. Trainiere steiles Gehen gezielt, und plane lange Einheiten, deren größter Anstieg spät liegt.
Bei den Bedingungen zählt der Hochgebirgscharakter. Die Route verläuft über Hütten und Pässe im Val de Bagnes, Mitte September kann es dort oben schneien, und übernachtet wird in Berghütten statt im Hotel. Trainiere in der Höhe, teste die vollständige Pflichtausrüstung samt Stirnlampe und Wetterschutz auf langen Einheiten, und übe das Essen und Schlafen unter einfachen Bedingungen. Halbautonom heißt auch, dass die Regeneration zwischen den Etappen Teil der Vorbereitung ist.

Lade die Strecke von Verbier Ultra als GPX-Datei für Uhr oder Radcomputer herunter.
Ben verbindet Ziel, Strecke, aktuelle Belastung, Recovery und Kalender. So bleibt dein Plan auf das Rennen ausgerichtet, auch wenn dein Alltag nicht perfekt planbar ist.
Verbier Ultra ist 102 km lang. Diese Distanz bestimmt, wie viel Grundlagenausdauer, Tempohärte und Rennspezifik in den Trainingsplan gehören.
Verbier Ultra hat rund 8.000 Höhenmeter auf 102 km. Das beeinflusst Pacing, Muskulatur und die Vorbereitung auf späte Rennabschnitte.
Verbier Ultra ist als Hochalpin (Mountainous) eingestuft, im Schnitt 74,6 Höhenmeter pro Kilometer. 5 % der Strecke sind flach, 11 % steigen moderat an (2 bis 6 %) und 34 % sind steiler als 6 %.
Der schwerste Anstieg von Verbier Ultra beginnt bei Kilometer 39,9, ist 9 km lang, steigt im Schnitt 17,8 % an und bringt 1.609 Höhenmeter. Bewertung nach Radsport-Konvention: HC. Insgesamt sind 8 Anstiege erfasst.
Ja, Verbier Ultra ist als Rundkurs angelegt: Start und Ziel liegen am selben Ort.
Ja. Die Strecke von Verbier Ultra steht auf dieser Seite als GPX-Datei zum kostenlosen Download bereit — importierbar in Garmin, Wahoo, Komoot, Strava und jede andere App, die GPX liest.
Für Verbier Ultra sollte die Vorbereitung 102 km, 8.000 Höhenmeter, aktuelle Belastung und verfügbare Trainingszeit berücksichtigen. Ein adaptiver Plan hilft, Schlüsselreize zu setzen, ohne Erholung und Alltag zu ignorieren.
Die Pacing-Strategie für Verbier Ultra sollte 102 km, 8.000 Höhenmeter und dein aktuelles Leistungsniveau einbeziehen. Starte kontrolliert und plane Reserven für Abschnitte ein, in denen das Profil oder die Müdigkeit die Zielpace erschwert.
Ein Termin für die nächste Austragung steht noch nicht fest. Zuletzt gestartet wurde am 11. September 2026.
Verbier Ultra findet in Val de Bagnes, Switzerland statt.
Bei Verbier Ultra stehen 2 Distanzen zur Wahl — VU100 - La Traversée de Bagnes: 102 km; VU42 - Bagnes Ultra-Marathon: 42 km.
Die Anmeldung läuft über den Veranstalter: verbierultra.com. YOUB zeigt dir Strecke, Höhenprofil und Trainingsplan für die Vorbereitung.